#34 Protokolle des Bösen_Sven Martinek spielt den Psycho
Shownotes
Protokolle des Bösen_Sven Martinek spielt den Psycho
In dieser Folge spricht Sven Martinek den Serienmörder Frank Kuhlmeyer — der Tätername wurde zum Schutz der Persönlichkeitsrechte geändert. Seine lange kriminelle Laufbahn gipfelte 2001 in einer Mordserie. Seine drei Opfer griff er ungeplant und mit extremer Brutalität an, anschließend beraubte er sie. Besonders grausam war die letzte Tat: Nachdem er sein Opfer mit mehreren Messerstichen niedergestochen hatte, hängte er den Mann noch lebend auf. Bis heute zeigt Kuhlmeyer keine Reue.
Spannende True Crime Dokus stehen euch mit Crime+Investigation auch auf dem Bildschirm oder Display rund um die Uhr zur Verfügung. Zu empfangen, unter anderem als Sender in den Pay TV-Paketen von Sky, Vodafone, Telekom, aber auch zum Streamen bei WOW, Amazon oder Apple.
Alles Weitere erfahrt Ihr unter www.crimeandinvestigation.de
Empfang über Sky: https://tinyurl.com/wd6c55wh
Empfang über Vodafone: https://tinyurl.com/4r6dfd3b
Empfang über Telekom: https://tinyurl.com/2c4menwc
Empfang über Amazon: https://tinyurl.com/4ksbfspm
Empfang über Youtube: https://tinyurl.com/fh2xj3kv
Empfang über Apple TV: https://tinyurl.com/48426fby
Empfang über WOW: https://tinyurl.com/4k83cwnu
Podcast Produktion: Media Carrots
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:23: Hallo und willkommen beim True Crime Podcast von Crime & Investigation.
00:00:28: Hier erzählen wir euch in jeder Folge von einem besonders ungewöhnlichen Kriminalfall, dabei geht es uns um Täter, Opfer ebenso wie um die Arbeit von Ermittlenden und der Justiz.
00:00:42: Wenn ihr spannende TrueCrime-Dokus auch einmal auf dem Bildschirm oder Display sehen wollt, könnt ihr das mit Crime and Investigation rund um die Uhr tun – zu empfangen unter anderem in den PayTV-Paketen von Sky, Vodafone und Telekom aber auch zum Streamen bei Amazon oder Apple.
00:01:01: Alles weitere erfahrt Ihr unter crimeandinvestigation.de.
00:01:13: In unserer fünfteiligen Reihe Protokolle des Bösen hört ihr nachgestellte Original-Interviews des Profilers Stefan Harbord mit deutschen Serienmördern.
00:01:24: Während Harbort persönlich zu hören ist, werden die Rollen der Täter von namhaften deutschen Schauspielern übernommen.
00:01:33: In dieser Folge spricht Sven Martinek den Serien-Mörder Frank Kuhlmeier.
00:01:38: Der Tätername wurde zum Schutz der Persönlichkeitsrechte geändert.
00:01:43: Seine lange kriminelle Laufbahn gipfelte in einer Mordserie.
00:01:50: Seine drei Opfer griff er ungeplant und mit extremer Brutalität an, anschließend beraubte er sie.
00:01:58: Besonders grausam war die letzte Tat.
00:02:01: Nachdem er sein Opfer mit mehreren Messerstichen niedergestorben hatte hängte er den Mann noch lebend auf.
00:02:09: Bis heute zeigt Kuhlmeier keine Reue.
00:02:16: Im Alter von fünfzehn Jahren gerät Frank Kuhlmeier zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt.
00:02:22: Nach der letzten Entlassung steht Kuhlsmeier vor dem Nichts.
00:02:25: Spontan entschließt er sich einen Wirt auszurauben, vier Tage später schlägt er sein nächstes Opfer tot.
00:02:32: Sein drittes Opfer metzelt er mit einem Küchenmesser förmlich nieder und hängt es anschließend auf.
00:02:41: Bei der Gerichtsverhandlung kam heraus.
00:02:43: Frank Kulmeier zeigte weder Mitgefühl für seine Opfer noch Reue für seine Taten.
00:02:49: Ich möchte nun herausfinden, wie dieser junge Mann sich zu einem so gemütsamen Mörder entwickeln konnte.
00:02:55: Warum hat er seinen Opfern jeweils Mehrgewalt angetan als zur bloßen Beraubung und Tötung notwendig gewesen wäre?
00:03:04: Wann wurde aus dem Raubmörder Kuhlmeier ein machtgieriger
00:03:08: und
00:03:08: mordlüsterner Gewalttäter?
00:03:10: Und ... Wie kam es überhaupt dazu?
00:03:18: Sind Sie häufiger geschlagen worden oder noch hin?
00:03:22: War ziemlich oft!
00:03:23: Das heißt...
00:03:26: So einmal am Tag.
00:03:27: Von Ihrem Vater?
00:03:30: Mehr mal weniger, mal Vater und mal Stiefmutter.
00:03:35: Und was haben Sie dabei empfunden als ich meine neben dem körperlichen Schmerz?
00:03:41: Hass, den sie nicht weitergeben
00:03:43: konnten?!
00:03:44: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte auch zu Hause schon mal den Gedanken das es besser wäre wenn die tot wären!
00:03:51: Das war nur ein Gedanke.
00:03:52: Jaa, nur ein GEDANKE.
00:03:56: Wir hatten uns ziemlich in Hass auf meinen Vater.
00:03:59: Mir nie geholfen hat.
00:04:00: Nie geholpen, wenn meine Stiefmutter mal eine Entriege gemacht hat
00:04:06: Sie sind irgendwann in die Geschlossene gekommen, weil ihr Vater gesagt hat, ne mit dem können wir nicht mehr.
00:04:12: Was haben sie denn da für Erfahrungen
00:04:13: gemacht?
00:04:16: Man kann Menschen kennenlernen also so die richtig kranken, dass man das auch schon sieht, dass die krank sind von außen.
00:04:24: Und wie war das für Sie?
00:04:27: Angst hatte ich.
00:04:31: Angst, weil ...
00:04:33: Ja, weil die anders waren vom Kopf her und weil die Sachen gemacht haben, die ich vorher nicht kannte Zum Beispiel mit dem Kopf gegen die Wand gerannt oder so.
00:04:46: Und das hat sie erschreckt?
00:04:48: Ja, das hat mich erschrecked!
00:04:49: Man sitzt dabei im Essen und dann kommt da plötzlich einer angerannten Blut überströmt und setzt sich einfach hin und fängt an zu essen... ...und das Blut läuft so aus dem Kopf raus.
00:05:01: Das hat mich ja erschreckd.
00:05:05: Na ja, das hätte mich auch erschreck'd.
00:05:08: Wie alt waren Sie denn
00:05:08: da?
00:05:09: Fünfzehn.
00:05:11: Hat man sich nicht um Sie gekümmert?
00:05:13: also... ...mit dir was passieren können?
00:05:15: Ja doch klar!
00:05:18: Einzelgespräche, so ein zweimal am Tag.
00:05:22: Aber den Rest des Tages saß man da auf der Station.
00:05:25: Also sozusagen ungeschützt mit diesen Leuten?
00:05:29: Ja, mit all den Leuten.
00:05:30: Da waren zwei oder drei Pfleger, die saßen im Büro.
00:05:34: Die hatten einen Glaskasten und konnten in alle Richtungen gucken.
00:05:39: Einen oder zweimal an dem Tag sind sie mit einem Tablet mit Medikamenten umgenommen.
00:05:44: Wann sind Sie wieder rausgekommen?
00:05:47: Ich bin abgehauen.
00:05:50: Dann kamen Sie ja in Haft, Jugendvollzug.
00:05:52: wie war das?
00:05:53: Ja, da war ich dann zwei, drei Monate vielleicht ein halbes Jahr.
00:05:58: Dann habe ich Bewährung bekommen und bin in eine andere Stadt und hab Mitarbeiter gemacht.
00:06:03: Gibt ja viele Leute die sagen Mensch also diejenigen, die im Knast waren wenn die rauskommen, sind sie gefährlicher als vorher?
00:06:10: Stimmt das?
00:06:13: Gefährlicher würde ich nicht sagen.
00:06:16: man weiß halt mehr
00:06:18: Man weiß mehr?
00:06:20: Worüber?
00:06:21: Naja jeder sitzt ja da wegen was anderem.
00:06:24: der einen hat das gemacht Der anderen hat den Messern Bauch gerammt.
00:06:29: Also man lernt für spätere Leben?
00:06:32: Ja, man lernte schon fürs späte Leben wie man so weitermacht.
00:06:36: Und das wollten sie?
00:06:38: Zu dem Zeitpunkt.
00:06:41: Was heißt?
00:06:42: ich wollte dass im Knast war man immer schnell aber ich hatte nie Probleme im Knast.
00:06:54: Je älter er wird desto mehr grenzt er sich von anderen ab.
00:06:58: soziale Bindungen einzugehen scheint ihm vollkommen wesensfremd zu sein.
00:07:03: Ich möchte nun herausfinden wie er sich selbst sieht.
00:07:07: Jeder Mensch hat ein Bild von sich selbst.
00:07:10: Gibt's auch positive Charaktereigenschaften?
00:07:12: Haben Sie welche?
00:07:14: Auf jeden Fall.
00:07:17: Ich steh' zu meinem Wort, ich bin großzügig.
00:07:24: Hilfsbereit!
00:07:28: Ja und das ist zudem was ich sage auch zu stehen.
00:07:33: Und negative Eigenschaften...
00:07:39: ...ich bin zu schnell aufbraus.
00:07:45: Im Urteil steht ja sie sein so eine Art Outlaw gewesen, so ein moderner Gesetzloser.
00:07:52: Kann man das so sagen?
00:07:53: oder ist das übertrieben?
00:07:55: Kann man es so sagen?
00:07:59: Das war für sie legitim?
00:08:02: Das war für mich legitim, ja.
00:08:04: Und wie begründen Sie das?
00:08:08: Ich kann nicht nach Regen leben, die irgendjemandes aufstellt... Was ist das Ding?
00:08:14: Einige muss sich dann zurückziehen.
00:08:17: Zum Beispiel wenn ich besoffe im Autofahrer fahre, ich besofe im Auto egal ob es dann gesetzt gibt oder nicht.
00:08:23: Sind das dann egal?
00:08:24: oder machen sie das einfach?
00:08:25: Macht das einfach!
00:08:29: Ja und wie begrüßen Sie
00:08:29: das?!
00:08:33: Auch wenn ich mit Strafe rechnen muss, ich mache das wozu ich Lust habe.
00:08:40: Diese antisoziale Wertordnung hat sich früh bei ihm verfestigt Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Interessen.
00:08:47: Keine Beachtung von Regeln, keine Rücksichtnahme und auf diese Einstellungen ist er auch noch stolz.
00:08:53: Ich denke ich habe mich nun lange genug an ihn herangetastet.
00:08:57: Zeit für einen Themenwechsel.
00:09:01: Kommen wir mal zu ersten Teil.
00:09:04: Was hat sie denn bewogen gerade in diese Kneipe
00:09:06: zu gehen?
00:09:08: Um ehrlich zu sein ich brauchste Geld wenn da reingegangen.
00:09:11: Darum ging's
00:09:12: Das heißt
00:09:15: mit dem Vorsatz da reingegangen, den zu überfallen.
00:09:17: Ich kannte ja die Kneipe und den Besitzer also nicht privat aber vom Sehen.
00:09:21: Und warum haben Sie gerade den ausgewählt?
00:09:23: Weil ich grade in der Gegend war.
00:09:26: Wie wollten sie das machen?
00:09:29: Wollte denen außer Gefecht setzen und das Geld mitnehmen.
00:09:32: Ich hab vorher schon Rob-Überfälle gemacht.
00:09:35: Da waren ja früher Gäste da und die sind nach und nach gegangen.
00:09:40: Ja, nach und Nach waren die alle weg.
00:09:41: dann war ich da allein... ...und habe mit dem noch, dem Kneipenbesitzer geredet am Tresen
00:09:50: Und dann haben sie diesen Entschluss gefasst.
00:09:53: Wann und warum?
00:09:55: Ja, ich bin da aufgestanden und hab gedacht ... Jetzt ist die Zeit soweit!
00:10:00: Das war instinktiv.
00:10:01: Da bin ich hoch um den Träsen rum und hab den Platz gemacht.
00:10:04: Wie?
00:10:04: Er
00:10:05: hat mit der Faust ins Gesicht außen für seine Knie, den er auf dem Boden geschmissen.
00:10:10: Hab da so einen Hackblock stehen sehen.
00:10:12: Den habe ich genommen und immer draufgehauen.
00:10:14: Immer auf den Kopf drauf.
00:10:15: Warum denn immer weiter drauf gehauen?
00:10:17: Weil das dann ausgeartet.
00:10:20: Sie wollten doch eigentlich Geld.
00:10:21: So, dann liegt der Mann da auf dem Boden.
00:10:23: Ist keine Gefahr mehr und sie hauen immer weiter drauf.
00:10:26: Warum?
00:10:28: Ja das war ja nun mal so...
00:10:30: Was haben Sie denn da empfunden als Sie auf den Eingeschlafen
00:10:32: haben?
00:10:33: Oh, der richtige Wut hatte ich!
00:10:34: Warum den
00:10:35: Wut?!
00:10:36: Ja also so richtigen Hass.
00:10:40: Hab wohl alles rausgelassen von den Wochen davor.
00:10:43: Die letzten Wochen davor was war denn da?
00:10:47: Ich hatte Stress mit meiner Schwester auch mit meinem Vater.
00:10:50: Ich hatte kein Dach überm Kopf, hab draußen geschlafen
00:10:54: Okay, und dann lag der da?
00:10:55: Und danach haben sie ...
00:10:58: Da hab ich noch geflucht.
00:10:59: Auch im Nachhinein habe ich noch geflucht darüber.
00:11:02: Und als ich das Geld genommen habe, hab ich das Telefonkabel durchgeschnitten.
00:11:07: Dann bin ich raus.
00:11:08: Als ich aus der Tür raus bin, war alles wieder gut.
00:11:13: Ganz ruhig, ganz normal.
00:11:15: Ganz ruhig!
00:11:16: Also kein Gedanke an den Mann.
00:11:19: Nee gar nicht.
00:11:20: Ich hab noch gedacht... Habe ich jetzt das Licht ausgemacht oder nicht?
00:11:24: Ich wollte der Vorsprung haben und ich wollte nicht, dass ein Streifenwagen da vorbeikommt.
00:11:29: Dass die da sehen, dass da die ganze Nacht das Licht brennt.
00:11:33: Im Urteil stellt sie sein vollkommen mitleidlos gewesen.
00:11:37: War Ihnen der Mann total gleichgültig?
00:11:40: Das war mir egal ja.
00:11:41: Also, dass der Mann stirbt, war ihn egal?
00:11:45: Das waren wir egal, das kann man so sagen.
00:11:48: Was ich für mich entscheide ist gut.
00:11:50: Und den Mann an diesem Abend ... zu töten.
00:11:53: War gut?
00:11:54: Nö, erst mal nicht... Ich hatte ja noch nie Feuer eingetötet aber ich glaub' ich fand das gut.
00:12:08: Was fanden Sie denn daran
00:12:09: gut?
00:12:11: Spielchen Wie
00:12:17: fühlt sich denn dieses Gefühl der Macht an?
00:12:21: Nachhinein war es erst gut Gedacht.
00:12:25: ich hab was Besonderes gemacht
00:12:28: In der Situation selbst als sie auf ihn eingeschlagen haben?
00:12:30: Da wollte ich den auch ruhig haben Aber ich wusste was zu tun ist.
00:12:39: Der Mord an dem Gastwirt erscheint als geradezu klassischer Raubtat.
00:12:43: Allerdings macht Kuhlmeyer schon hier die Erfahrung, dass es neben dem materiellen Verbrechenserfolg mit einem Mal noch etwas gibt, das ihm imponiert und das ihn inspiriert.
00:12:56: Macht zu haben über andere Menschen sogar über ihren Tod bestimmen zu können.
00:13:06: Kurz nach dem Mord am Wirt sind sie in eine andere Kneipe gegangen und haben zwei Mädchen kennengelernt
00:13:12: Ja, ein bisschen was getrunken.
00:13:14: Die haben ausgesagt sie seien richtig gut drauf gewesen.
00:13:18: Also irgendwie verstehe ich das nicht.
00:13:20: Haben Sie das denn gar nicht realisiert?
00:13:22: Was Sie vorher gemacht
00:13:23: haben?
00:13:24: Und dann bin ich nach Bremen gefahren.
00:13:26: Okay bleiben wir erst mal bei meiner Frage also ihre Gefühlslage.
00:13:30: die hat sich an den nächsten Tagen danach verändert.
00:13:33: Sie haben mir gesagt dass er irgendwann dieses Machtgefühl gekommen.
00:13:36: Wann denn?
00:13:38: Alles kam dann.
00:13:40: Ich fühlte mich besser.
00:13:42: Also ich wusste, wenn man mich jetzt erwischt, dann ist es vorbei.
00:13:45: Aber das ist doch kein gutes Gefühl?
00:13:47: Nö, das nicht!
00:13:49: Ich weiß nicht... Ich fand das irgendwie gut.
00:13:52: Was denn genau?
00:13:53: Können Sie mir das mal erklären?
00:13:55: Na ja, jetzt kommt's im Fernsehen, Radio, Zeitung...
00:14:00: Verstehe.
00:14:01: Und was war das für ein Gefühl als sie das gelesen und gehört haben?
00:14:05: War heftig.
00:14:07: Erster Schrocken.
00:14:12: Das hat Ihnen geschmeichelt Die Sache in Bremen.
00:14:20: Haben Sie ihr zweites Opfer auch zufällig
00:14:22: kennengelernt?
00:14:23: Ja, den habe ich auf der Straße kennengelernt.
00:14:25: Der lief voll in Schwarz rum und hatte auch so einen schwarzen Rucksack.
00:14:29: Ich dachte erst das wäre ein Kiffer.
00:14:31: Da hat er mit mir geredet als ob er mich kennen
00:14:34: würde.
00:14:34: Wir sind dann ins Gespräch gekommen Und da hat er mich gefragt ob wir zusammen Bier trinken wollen.
00:14:39: Klar hab' ich gesagt warum nicht?
00:14:41: Es wird zu ihm immer die Wohnung Die war nicht weit weg.
00:14:44: Wann wurde der Mann in ihrer Vorstellung zum Abfahren?
00:14:48: Nö erst gar nicht.
00:14:50: Dann hatten wir Streitigkeiten.
00:14:52: Er hat mir immer so Fremdwörter an den Kopf geworfen.
00:14:55: Wörter, die ich noch nie vorher gehört habe und dann wollte er mir mal erklären wie man die Worte ausspricht.
00:15:02: Ich hab gesagt das musst du mir nicht erklären, mir sowieso egal wie man Wörte ausspricht.
00:15:07: Dann hatte er immer so mit dem Kopf geschüttelt und gelacht als wär ich so ein dummer Penner!
00:15:13: Und das hat sie provoziert?
00:15:15: Das hat mich angewidert.
00:15:17: Der wusste gar nicht, wen er da vor sich sitzen hat, hab' ich gedacht.
00:15:21: Ja, noch lachst du.
00:15:22: Wart's mal ab hab ich gedacht.
00:15:25: Wann haben Sie denn den Entschluss gefasst, die Nummer zu
00:15:27: bringen?
00:15:29: Wir saßen im Schneidersitz gegenüber.
00:15:31: Ich war total gereizt und dann habe ich den immer angeguckt und gedacht ... Und dann zack, bin ich aufgestanden mit dem Fuß vor den Kopf getreten.
00:15:48: Dann hab' ich den gewürgt und geschimpft, wickse Arschloch und so... Und dann wurde der bewusstlos!
00:15:55: Dann bin ich mit dem Fuss drauf.
00:15:58: Mit der Ferse auf den Kehlkopf hat mein ganzes Gewicht darauf verlagert.
00:16:02: Als ich das so über dem Stand, musste ich mich überlegen.
00:16:07: So überlegen, dass ich den töten
00:16:09: kann.".
00:16:12: Und die Situation ist ähnlich ausgeartet wie beim ersten
00:16:15: Mal?
00:16:16: Na ja der lag dann da und sich... Ich von oben so auf den draufgespuckt und weiter geschimpft und gemäckert und dem auch ins Gesicht gespuckt.
00:16:26: Und dann hab' ich den weggezogen irgendwo hin.
00:16:30: Der Tod war habe ich dann gemerkt, von der er nur noch so geröchelt hat und hat sich in die Hose
00:16:36: gemacht.
00:16:37: Wie haben Sie sich nach der Tat gefühlt?
00:16:40: Wut war dann weg.
00:16:41: Ich fühlte mich besser, als wir was zu trinken.
00:16:48: Ist Ihnen der zweite Mord leichter gefallen worden?
00:16:50: Sie hatten ja diese Grenze schon mal vorgeschrieben.
00:16:53: Dache mit dem Kneipenbesitzer war mir sowieso alles egal!
00:16:58: Ich wusste wenn die mich erwischen komme ich eh nicht mehr raus.
00:17:01: Ich habe mir auch vorgenommen dass sie mich nicht liebendig verhaften und da war mir klar, wenn ich etwas mache das ich es dann richtig mache also dass ich den wegmache.
00:17:13: Nach diesem Mord haben sie ja etwas Außergewöhnliches gemacht am Tatort ein Zettel hinterlassen.
00:17:19: Ja, ich hab auf ein Settel Psycho geschrieben mit Kugelschreibern.
00:17:23: Hab den Settl dann auf den nackten Bauch von dem Typen geleckt.
00:17:27: Und wozu?
00:17:30: Ich wollte von der Tata bringen, dass die nicht gleich auf mich kommen.
00:17:34: Ich wollte, dass sie wohl denken, Sie haben das mit einem Psychopathen zu tun im Verrückten.
00:17:47: Wenige Tage danach sind sie in eine andere Stadt geflüchtet.
00:17:51: Anderen Mann kennengelernt, Akkuliker.
00:17:55: Den hab' ich am Bahnhof kennengelernt.
00:17:57: Wir haben ... gelabert und was getrunken, dann sind wir zudem in die Wohnung.
00:18:03: Wie ging's weiter?
00:18:05: In der Wohnung hatte ich den Plan, den dann Platz zu machen, weil wir ungestört waren.
00:18:11: Ich war voller Adrenalin – es war voll gut!
00:18:14: Warum?
00:18:14: Der Mann hatte doch weder viel Geld noch hat er ihnen etwas getan...
00:18:19: ...ich hatte wieder dieses Machtgefühl.
00:18:25: Auf den ersten Blick dieselbe Motivation wie beim zweiten Mord.
00:18:29: Es macht ihm Freude sein Opfer zu töten.
00:18:32: Endlich hat er Macht über andere Menschen Und nicht sie über ihn.
00:18:36: Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied.
00:18:39: Kuhlmeier ist jetzt kein impulsiver Raubmörder mehr, er hat sein Opfer aus Mordlust getötet und das war wohl auch so geplant?
00:18:49: Ja man versucht sich das eben richtig vorzustellen wie es in den Moment abgeht.
00:18:55: Man sieht sich um im Raum wegen der Gegebenheiten und dann wartet man auf den Moment.
00:19:03: Der kam dann, na Sekunde auf die andere, das ist Wahnsinn.
00:19:14: Von jetzt auf gleich total aggressiv.
00:19:19: Und dann geht's los?
00:19:22: Ja, da war so eine Energie.
00:19:24: Ich saß zum Gegenüber und hab den angeguckt.
00:19:31: Er wusste nicht, dass ich ihn gleich kennen
00:19:32: würde.
00:19:34: Aber es war ein Machtgefühl.
00:19:37: Das habe ich total genossen.
00:19:41: Das spürte ich noch körperlich.
00:19:44: Es ist so einen Kribbeln im Magen.
00:19:50: Im Urteil steht, Sie haben den Mann mit einem Küchenmesser niedergestochen.
00:19:53: Dass sie in der Wohnung gefunden haben.
00:19:55: Ja, ich hab das Messer einfach in den Oberkörper gerammt.
00:19:59: Ganz tief und so fest.
00:20:01: ich konnte auch in den Magen oder die Weichteile.
00:20:05: Ich bin dann mit dem Messer auf die Wirbelsäule gestoßen aber habe mich verletzt.
00:20:09: Dann habe ich eine Flasche genommen und die ein paar Mal ins Gesicht geschlagen.
00:20:14: Und dann war der bewusstlos.
00:20:15: Also offiziell hat man gesagt, dass sei Mautlust gewesen?
00:20:19: Können Sie es unterschreiben?
00:20:21: Ja, das kann man so sagen.
00:20:23: Das kam so über mich
00:20:24: ja.
00:20:27: Ich hab den Polizeibericht gelesen, sie war noch nicht fertig.
00:20:31: Ich wollte das sehen.
00:20:34: Ich habe das T-Shirt hochgemacht und die Stiche gar nicht richtig sehen.
00:20:40: Da hab ich die Wunden so ein bisschen auseinandergezogen.
00:20:44: Konnte ich dann die Fettschichtse und die Hautschicht sehen?
00:20:48: Hab mich einen Kabel genommen über einen Balken geschmissen und ihn aufgehängt.
00:20:52: Warum aufgehängte man doch keine Gefahr mehr für Sie?
00:20:55: Als ich ihn aufhängte, wollte ich so Schrecken verbreiten!
00:20:59: Aber Sie sind nicht sofort abgehauen sondern haben da noch ein Zettel hinterlassen.
00:21:03: warum?
00:21:04: Ja, ich hab auf ein Zettel die Abkürzung P geschrieben.
00:21:08: Also für Psycho.
00:21:09: Ich dachte das versteht jeder!
00:21:11: Das habe ich aus so Horrorfilmen also eher so Psycho-Horror wie Jack The Ripper oder Freddy Krüger.
00:21:18: Ich hab zu Hause auch mal so Videoabende gemacht, da hab' ich Leute eingeladen und hab denen die Filme gezeigt und hab' sie dabei beobachtet.
00:21:26: Ich war sehr stark, wenn die sicher schreckt oder geickelt haben... ...ich kannte ja diese Filme in und
00:21:32: auswendig.".
00:21:34: Kann man sagen, dass sie ihr letztes Opfer getötet haben nur um es zu töten?
00:21:39: Naja ich hab das einfach gezahlt und habe mich gut gefühlt dabei.
00:21:44: Vor allem danach!
00:21:46: Ich hab' nicht leicht gefühelt besser.
00:21:48: Denken Sie heute noch an Ihre
00:21:49: Opfer?!
00:21:55: Ich denke über die Opfer nach, ja das muss sich ehrlich zugeben.
00:21:59: Besonders über den letzten... Das war nicht gut, dass ich ihn abgestochen habe.
00:22:02: Es fühlte sich auch nicht gut ein wenn ich drüber nachdenke.
00:22:08: Ah, ich bereue, daß ich dem was angetan habe.
00:22:11: Die anderen beiden Opfer bereue ich nicht.
00:22:14: Ich denke, das war
00:22:15: gerecht.".
00:22:21: Als Ursache für die Verbrechen dieses Mannes darf mit Recht eine sogenannte dissoziale Persönlichkeitsstörung angenommen werden – mit anderen Worten «Ich nehme mir was ich will», regeln Geld nur für andere «ich bin die Welt».
00:22:34: Diese jahrelange Fehlentwicklung formte letztlich einen hochabnormen Charakter.
00:22:39: Hemmungslos, mittleidlos, gefühllos,
00:22:42: schamlos!
00:22:44: Zudem inspirierte ihn das ersten Malige-Erleben eigener Übermacht bei einer Tötung.
00:22:50: Fortan mordete er auch für diesen emotionalen Kick und bei günstiger Gelegenheit gab es kein Zurück mehr, keinen Erbarmen.
00:22:58: Dann wollte Frank Kuhlmeier seinen Spaß haben – einen Menschen
00:23:02: töten.".
00:23:07: Das war ein Podcast
00:23:08: von
00:23:08: Crime & Investigation dem True Crime Sender im Deutschen Fernsehen.
00:23:15: Seid auch beim nächsten
00:23:16: mal wieder dabei!
00:23:17: wenn wir euch einen
00:23:18: neuen Fall
00:23:18: präsentieren.
00:23:20: Natürlich freuen wir uns über Kommentare, Likes und Shares und großzügige fünf Sternebewertungen in den Podcast-Apps.
00:23:27: Am Ende bleibt uns nur noch zu
00:23:29: sagen
00:23:29: – passt auf euch
00:23:30: auf!
00:23:32: Man weiß nie
00:23:33: wer da draußen
00:23:34: wartet.
Neuer Kommentar