#25 Der Mann aus dem Clocaenog Forest
Shownotes
Der Mann aus dem Clocaenog Forest
Clocaenog Forest, Nordwales am 14. November 2015. Nebel hängt zwischen den Bäumen. Die Brüder Andrew und Mark Middle campen dort während der Wales Ralley GB. Als Mark im Dunkeln Brennholz sammelt, entdeckt er im Schein seiner Taschenlampe einen Schädel. Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus – er stammt von einem Menschen. Kurz darauf verwandelt sich der Wald zu einem Tatort. Forensiker arbeiten sich durch Moos und Erde, legen Knochen frei, rekonstruieren ein Leben: ein Mann, kräftig gebaut, älter. Als Todesursache wurde eine stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Schädel festgestellt. 1995 wurde bereits ganz in der Nähe die Leiche des 28 Jahre alten Edward Carthy gefunden – dem jüngsten Opfer des Serienmörders Peter Moore. Doch dieser Tote bleibt ohne Namen. Keine Treffer in Datenbanken, keine passende Vermisstenanzeige, nur ein Phantombild aus dem Labor und viele Fragen. Wer ist der Mann aus dem Clocaenog Forest und warum sucht ihn niemand?
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Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:22: Hallo und willkommen beim True Crime Podcast von Crime & Investigation.
00:00:28: Hier erzählen wir euch in jeder Folge von einem besonders ungewöhnlichen Kriminalfall.
00:00:33: Dabei geht es uns um Täter, Opfer, Betroffene und um die Arbeit von Ermittlenden und Justiz.
00:00:41: Spannende True Crime-Dokos stehen euch mit Crime and Investigation auch auf dem Bildschirm oder Display rund um die Uhr zur Verfügung.
00:00:49: Eine der Sendungen, die ihr dort streamen könnt, ist die Dokoreihe Secrets of Celebrity Sex-Tapes.
00:00:56: Sie untersucht eine der berüchtigsten Sex-Tapes von Prominenten unserer Zeit, darunter Pamela Anderson und Tommy Lee, Kim Kardashian, Colin Farrell, Farah Abraham, Mimi Faust und andere.
00:01:12: In acht Episoden wird die Geschichte hinter je einem Tape erzählt und wie dieses die Öffentlichkeit in ihren Band zog, Empörung im kulturellen Zeitgeist auslöste und das Leben der Beteiligten veränderte.
00:01:26: Die Dokureihe gibt es auch jederzeit auf Abruf bei Crime and Investigation über Amazon Prime Video.
00:01:34: Alles weitere erfahrt ihr unter www.crimeandinvestigation.de.
00:01:39: Aber hier sind wir euer True Crime Podcast.
00:01:43: Und für die heutige Folge haben wir wieder einen ganz besonderen Fall für euch ausgewählt.
00:02:04: Nebel hängt zwischen den Bäumen.
00:02:07: Die Brüder Andrew und Mark Middle kämpfen dort während der Wales Rally Great Britain.
00:02:13: Als Mark im dunkeln Brennholz sammelt, entdeckte im Schein seiner Taschenlampe einen Schädel.
00:02:19: Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, er stammt von einem Menschen.
00:02:24: Coats darauf verwandelt sich der Wald zu einem Tatort.
00:02:29: Forensiker arbeiten sich durch Moos und Erde, legen knochenfrei, rekonstruieren ein Leben.
00:02:36: Ein Mann, kräftig gebaut, älter.
00:02:40: Als Todesursache wurde eine stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Schädel festgestellt.
00:02:47: nineteenhundertfünfoinundzig wurde bereits ganz in der Nähe die Leiche des achtundzwanzig Jahre alten Edward Carthy gefunden, dem jüngsten Opfer des Serienmörders Peter Moore.
00:02:58: Doch dieser Tote bleibt ohne Namen.
00:03:01: Keine Treffer in Datenbanken, keine passende Vermisstenanzeige.
00:03:06: Nur ein Phantombild aus dem Labor und viele Fragen.
00:03:11: Wer ist der Mann aus dem Klockenock Forest?
00:03:14: Und warum sucht ihn niemand?
00:03:19: Der Wald.
00:03:20: Der Klockenock Forest gilt als einer der dichtesten Wälder in Wales.
00:03:25: Wer sich hier zu weit von den Wegen entfernt, verliert rasch die Orientierung.
00:03:32: Die ersten Bäume werden bereits, Während des Ersten Weltkriegs fällt man sie wieder, um Holz für Stollen und Schützengräben zu liefern.
00:03:44: Ab von den Ersten Weltkriegen lässt die Forstbehörde neue Koniferen setzen.
00:03:49: Schritt für Schritt wächst der Wald nach, bis er schließlich rund hundert Quadratkilometer umfasst.
00:03:56: Hügel, More, Reservoirs und undurchdringliches Grün.
00:04:02: Jeden November vor Beginn der Wales-Religiebie werden viele schmale Straßen in der Gegend gesperrt.
00:04:11: Der Klockenock Forest wird von der Rally-Etappe zum Tatort.
00:04:18: Der Fund.
00:04:21: Am vierzehnten November, um zwanzig Uhr fünfunddreißig informieren die Brüder die Polizei von Nordwales.
00:04:29: Kurze Zeit später treffen die ersten Streifen ein.
00:04:33: Was zunächst nach einem unheimlichen Zufallsfund aussieht, entwickelt sich rasch zu einer groß angelegten kriminaltechnischen Untersuchung.
00:04:42: Am nächsten Morgen beginnen die Ermittlungen.
00:04:47: Das Gebiet wird weitläufig abgesperrt.
00:04:49: Planen werden gespannt, um den Regen fernzuhalten.
00:04:53: Ermittler schneiden sich durch dichtes Unterholz, markieren jeden Fundpunkt, fotografieren jeden Zentimeter.
00:05:01: In den folgenden fünf Wochen bleibt die Stelle Tag und Nacht bewacht.
00:05:06: Forensische Anthropologen und Botaniker untersuchen die Knochen.
00:05:10: Sie versuchen, Alter, Geschlecht und Todesursache zu bestimmen.
00:05:15: Die Analyse der Pflanzen soll Aufschluss darüber bringen, wie lange die Überreste dort gelegen haben.
00:05:23: Die Bewohner der umliegenden Orte verfolgen die Geschehnisse mit wachsender Unruhe.
00:05:29: Die Polizei äußert sich kaum.
00:05:31: Inzwischen ist klar, dass Opfer ist männlich und der Zustand der Knochen lässt vermuten, dass der Tod schon viele Jahre zurückliegt.
00:05:42: Manche in der Gemeinde erinnern sich an einen ähnlichen Fall.
00:05:46: Denn genau zwanzig Jahre zuvor, nineteenhundert, fünfundneunzig, werden in fast demselben Teil des Waldes ebenfalls menschliche Überreste entdeckt, die des achtundzwanzigjährigen Edward Carthy.
00:06:01: dem jüngsten Opfer des berüchtigten Serienmörders Peter Moor genannt Man in Black.
00:06:09: Moor hatte zwischen September und Dezember nineteenhundertfünfundneunzig vier Männer ermordet.
00:06:16: Edward Carthy ist der einzige, dessen Leichemann im Klockenauk Forest findet.
00:06:22: Zwar ist Moor längst gefasst und verurteilt, doch die Erinnerungen an seine Taten sitzen tief.
00:06:30: Zwei Jahrzehnte später scheint der Wald erneut ein dunkles Geheimnispreis zu geben.
00:06:40: Erste Erkenntnisse.
00:06:42: Nach Wochen intensiver Arbeit liegt schließlich ein fast vollständiges Skelett vor.
00:06:48: Doch es gibt keinen Hinweis auf die Identität des Toten.
00:06:52: Kein Ausweis.
00:06:54: Keine persönlichen Gegenstände.
00:06:56: Nur Knochen, Erde und ein paar Stofffetzen.
00:07:01: Da das betreffende Waldstück erst nineteenhundertfünfundachtzig bepflanzt wurde, gehen die Ermittler aufgrund des Zustands der Leiche davon aus, dass der Mann zwischen nineteenhundertfünfundneunzig und zweitausendfünf gestorben sein muss.
00:07:15: Detective Superintendent John Hansen von der Polizei North Wales erklärt in einer Pressemitteilung, der bislang nicht identifizierte Mann hat schwere Kopfverletzungen erlitten.
00:07:25: Die Umstände seines Todes sind unklar, aber die Verletzungen deuten auf eine Gewalttathin.
00:07:32: Er bittet die Bevölkerung, um Hinweise, um die Identität zu klären.
00:07:36: Doch niemand meldet sich.
00:07:40: Nur wenige Gegenstände werden gefunden.
00:07:43: Einige kleine Stoffreste von einem dunkelgrünen Wollpolover verkauft zwischen two-thousand und zwei-tausend vier und Fetzen von Unterwäsche der Marke Marks & Spencer Grüße L aus den Jahren nineteenhundertneunundneunzig und zwei-tausend.
00:08:04: Die Pathologen rekonstruieren das Profil des Mannes.
00:08:08: Er ist zwischen eine Meter dreiundsiebzig und eine Meter achtundsiebzig groß, kräftig gebaut, geboren wahrscheinlich vor neunzehntundundfünfzig, also mindestens Mitte fünfzig oder älter.
00:08:24: Die Pflanzen rund um den Fundort deuten darauf hin, dass die Leiche dort seit mindestens zehn Jahren liegt.
00:08:31: Vermutlich seit Ende der Neunzehnten oder Anfang der Zweitausenderjahre.
00:08:39: Die Todesursache stumpe Gewalteinwirkung auf den Kopf.
00:08:45: Bei der Untersuchung der Knochen zeigen sich alte Verletzungen, ein Verhalter Bruch an der Nase, Veränderungen an der Wirbelsäule, Anzeichen schwerer Atritis und einer degenerativen Gelenkerkrankung.
00:09:01: Der Mann muss jahrelang mit Schmerzen gelebt haben.
00:09:06: Trotz eines vollständigen DNA-Profils ergibt die Suche in nationalen Datenbanken keinen Treffer.
00:09:14: Auch der Abgleich mit dem britischen Register vermisster Personen bleibt ergebnislos.
00:09:24: Die Zähne des Unbekannten.
00:09:28: Ein forensischer Zahnmediziner wird hinzugezogen.
00:09:32: Die Untersuchung zeigt, dass der Mann im Laufe seines Lebens umfangreiche Zahnbehandlungen erhalten hat.
00:09:38: Darunter mehrere Kronen, eine davon aus Kunststoff, notdürftig ausgebessert.
00:09:44: Diese Artebehandlungen sind in Großbritannien zwischen nineteen hundert achtzig und zweitausend weit verbreitet.
00:09:52: Die Polizei veröffentlicht Fotos der Zähne und bittet Zahnärzte im ganzen Land um Hilfe.
00:09:58: Die Beschreibungen erscheinen in Fachzeitschriften.
00:10:01: Hochwertige, aber ungewöhnliche Kronen arbeiten, wahrscheinlich von einem britischen Zahnarzt ausgeführt.
00:10:08: Doch niemand erkennt die Arbeit.
00:10:11: Kein Zahnarzt meldet sich.
00:10:22: In einer kurzen Reportage erzählen die beiden Brüder, wie sie die Überreste im Wald gefunden haben.
00:10:31: Einer sagt, er denke jeden Tag an den Mann, dessen Schädel sie entdeckt hätten.
00:10:36: und an die Vorstellung, dass er dort so lange unbemerkt gelegen habe.
00:10:42: Der andere beschreibt seine Traurigkeit darüber, dass Menschen jahrelang auf dieser Straße vorbeigefahren sind, ohne zu ahnen, dass dort ein Mensch liegt.
00:10:53: Parallel dazu veröffentlicht die Polizei die Rekonstruktion des Gesichts.
00:11:00: Er stellt vom Team Facelab der Liverpool John Moores University.
00:11:05: Die Spezialisten nutzen den Schädel, um das wahrscheinliche Aussehen des Mannes zu rekonstruieren.
00:11:13: Professorin Carolin Wolkinson, Leiterin des Labors, erklärt in der Sendung, wir analysieren die Form des Schädels, die Muskulatur, die Zähne.
00:11:23: Daraus können wir Rückschlüsse auf das Gesicht ziehen, Lippen, Augen und Nase.
00:11:29: Das Gesicht, das wir rekonstruieren, wirkt markant.
00:11:33: Mit tief liegenden Augen und einem geraden, wenn auch gebrochenen, Nasenbein.
00:11:38: Da mehrere Zähne fehlen, hatte der Mann wahrscheinlich leicht eingefallene Wangen.
00:11:44: Die Augen, Haar und Hautfarbe bleiben unbekannt.
00:11:50: Nach der Ausstrahlung erhält die Polizei rund sechzig Hinweise.
00:11:54: Detective Superintendent Justin Davis sagt, sobald wir einen Namen haben, können wir herausfinden, warum dieser Mensch sterben musste und wer dafür verantwortlich war.
00:12:06: Doch alle Hinweise führen ins Leere.
00:12:14: Neue Ermittlungen.
00:12:16: Nach der Crime-Watch-Ausstrahlung vergeht fast ein Jahr ohne einen Durchbruch.
00:12:22: Die Polizei prüft weiterhin jeden eingehenden Hinweis.
00:12:26: Gleich die Daten mit Vermisstenmeldungen aus ganz Großbritannien ab.
00:12:31: Doch nichts passt.
00:12:34: Kein Name, kein vermisst gemeldeter Mann entspricht den körperlichen Merkmalen oder dem forensischen Profil des Toten.
00:12:43: Im März, zwei Tausend siebzehn erreicht die Polizei ein ungewöhnlicher Hinweis.
00:12:49: Serienmörder Peter Moore, der seit seiner Verurteilung im Wakefield Prison einsetzt, schreibt einen Brief an die Behörden.
00:12:58: Darin behauptet er zu wissen, wer der Tote aus dem Klockenock Forest sei.
00:13:03: Ein älterer Student der Universität Aber-Restworth, der nineteenhundertsechso-neunzig verschwunden sei.
00:13:11: Die Ermittlereisen nach Wakefield, um Moore persönlich zu befragen.
00:13:15: Sie wissen, dass er nineteenhundertsechso-neunzig bereits in Haft war und mit dem möglichen Mord nichts zu tun haben kann.
00:13:23: Aber sie wollen prüfen, ob an seiner Behauptung etwas dran ist.
00:13:29: Moore nennt keinen Namen.
00:13:30: Nur die wage Beschreibung eines Mannes mittleren Alters, der aus der Region stammen soll.
00:13:39: Ein Journalist der Zeitung Daily Post beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren.
00:13:45: Er stößt auf einen Vermistenfall aus jener Zeit.
00:13:48: Roger Evans, forty-six Jahre alt, aus Stoke on Trend.
00:13:54: Evans war BWL-Student in Aberystwith und verschwand im Januar nineteenhundertsechsundneinzig spurlos.
00:14:01: Die Polizei vergleicht die bekannten Daten.
00:14:04: Alter, Körpergröße, Zeitpunkt des Verschwindens.
00:14:08: Und hält den Fall zunächst bedenkbar.
00:14:11: Doch weitere forensische Analysen schließen die Verbindung bald aus.
00:14:16: Denn die Untersuchung der Kleidung liefert eine entscheidende Erkenntnis.
00:14:21: Der Tote im Wald kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht
00:14:25: vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, und kann nicht vor, Der Etikettenfetzen der Unterwäsche stammt eindeutig von der Marke Marks & Spencer Größe L. Ein Hersteller-Archiv bestätigt?
00:14:48: Diese Linie wird erstmals und produziert und verkauft.
00:14:53: Der Mann muss also mindestens nach diesem Jahr gestorben sein.
00:14:59: Dann rücken die Ermittler den Wollpullover in den Fokus.
00:15:03: Er ist dunkelgrün, stark zersetzt, Doch die Fasern lassen sich sichern und werden chemisch analysiert.
00:15:12: Sie stammen aus der Produktion der Traditionsmarke Pringle.
00:15:17: Die Firma gleicht die Färbungen mit ihren Archivmustern ab und kann den Zeitraum eingrenzen.
00:15:24: Das Modell wurde ausschließlich zwischen two-tausend und zwei-tausend vier in Großbritannien verkauft.
00:15:33: Damit verschiebt sich der mutmaßliche Todeszeitraum nach vorne.
00:15:37: Diamittler gehen nun davon aus, dass der Mann frühestens im Jahr zweitausend ums Leben kam.
00:15:43: Möglicherweise sogar erst zehn.
00:15:46: Die Erkenntnis ist wichtig.
00:15:48: Denn sie schließt ältere Vermisstenfälle wie den von Roger Evans aus und begrenzt die Suche auf ein neues Jahrzehnt.
00:15:57: Trotz dieser Fortschritte bleibt die Identität des Opfers ungeklärt.
00:16:02: Er ist weder in Vermisstenregistern noch in medizinischen Datenbanken zu finden.
00:16:07: Selbst ein Abgleich über sogenannte Familial DNA-Searches.
00:16:12: Bei dem genetische Ähnlichkeiten mit möglichen Verwandten gesucht werden, bringt keinen Treffer.
00:16:20: Ein weiterer öffentlicher Appell.
00:16:24: Im Oktober, zwei Jahre nach dem Fund, startet die Polizei North Wales einen neuen Versuch.
00:16:32: Man will die Aufmerksamkeit rund um die Rallye nutzen, die wieder durch das Gebiet führt.
00:16:39: In den Ortschaften rund um Carrie Goodreadian hängen Plakate mit der Gesichtsrekonstruktion des unbekannten Mannes.
00:16:47: Darunter steht in großen Buchstaben.
00:16:50: Erkennen Sie diesen Mann?
00:16:53: Detective Superintendent Justin Davis tritt erneut vor die Presse.
00:16:57: Er erklärt, die forensischen Untersuchungen haben ergeben, dass der Mann ermordet wurde.
00:17:03: Wir konnten ein genaues Profil erstellen.
00:17:06: Er wurde vor nineteenhundundfünfzig geboren, war etwa ein Meter seventy-fünfzig groß und kräftig gebaut.
00:17:12: Er litt wahrscheinlich an chronischen Rückenschmerzen und hatte mehrere Zahnkronen, die typisch vibritische Zahnärzte dieser Zeit sind.
00:17:20: Wir konzentrieren uns auf die Jahre zwischen zwei tausend vier und zwei tausend zehn, schließen aber frühere Zeiträume nicht aus.
00:17:29: Davies betont, dass die Ermittler in der Lage seien, jeden konkreten Namensvorschlag anhand des DNA-Profils schnell zu überprüfen.
00:17:38: Wir haben die Mittel, um Personen auszuschließen.
00:17:40: Wer glaubt, diesen Mann zu kennen, sollte sich unbedingt melden, entweder direkt bei der Polizei oder anonym über Crime-Stoppers.
00:17:50: Trotz der erneuten Aufmerksamkeit meldet sich niemand.
00:17:54: Wieder Familie, noch Freunde, scheinen den Toten zu vermissen.
00:17:59: Die Medien berichten kurz über den Fall.
00:18:02: Doch er verschwindet bald wieder aus den Schlagzeilen.
00:18:06: Fünf Jahre später ist die Lage unverändert.
00:18:10: Der Mann aus dem Glockenock Forest bleibt namenlos und sein Mörder wird nie gefunden.
00:18:19: Nachwort.
00:18:21: Die Unbekannten in Wales.
00:18:24: Bis Jahrzehnte sind in ganz Wales zahlreiche Fälle unidentifizierter Tote registriert.
00:18:30: Neue Technologien der DNA-Analyse wecken Hoffnung, sie doch noch zu lösen.
00:18:35: Bei der Polizei North Wales entsteht zu diesem Zweck eine Sonderkommission, Operation Orchid.
00:18:41: Ihr Auftrag lautet, alte Funde von bislang nicht identifizierten Personen neu zu untersuchen und ihnen, wenn möglich, einen Namen zu geben.
00:18:51: In den folgenden elf Jahren gelingt es dem Team, drei dieser Fälle zu klären.
00:18:56: Die toten waren Männer, die in den neunzehnhundertachtziger und früh-neunzehundertneunziger Jahren in Wales gefunden worden waren.
00:19:03: Alle stammten ursprünglich aus Irland.
00:19:06: Doch viele Rätsel bleiben.
00:19:09: Im Jahr zweitausendundzwanzig wird ein weiterer Alterfall neu geöffnet.
00:19:14: An einem Strand bei Abadouvi wird in der Stadt von Abadouvi eine stark verweste männliche Leiche angespült.
00:19:22: Fast vierzig Jahre später ergibt sich eine mögliche Spur.
00:19:25: Ein Vermisstenfall könnte passen.
00:19:29: Die Polizei lässt die sterblichen Überreste exhumieren, um einen DNA-Vergleich mit den Angehörigen des Vermissten vorzunehmen.
00:19:36: Das Ergebnis?
00:19:38: Keine Übereinstimmung.
00:19:40: Der Mann von Abadouvi bleibt namenlos.
00:19:44: Seine DNA wird archiviert.
00:19:46: die Gebeine wieder beigesetzt.
00:19:49: Nach Angaben der National Crime Agency existieren heute in Wales einunddreißig Fälle unidentifizierter menschlicher Überreste.
00:19:59: Achtundzwanzig davon sind Männer.
00:20:02: In allen Fällen sind die Todesumstände ungeklärt oder verdächtig.
00:20:08: Und einer dieser einunddreißig Fälle trägt den Namen, den ihm die Polizei gab.
00:20:13: The Cloconoke Forestman.
00:20:17: Seine Knochen erzählen von einem Leben, das in Gewalt endete und von Jahren des Schweigens, in denen niemand bemerkte, dass er verschwunden war.
00:20:27: Begraben, unter Moos und Nadeln, im Herzen eines valisischen Waldes.
00:20:34: Seine Identität ist bis heute unbekannt und niemand weiß, warum ihn keiner gesucht
00:20:41: hat.
00:20:46: Das war ein Podcast von Crime & Investigation.
00:20:49: dem True-Crime-Sender im deutschen Fernsehen.
00:20:54: Seid auch beim nächsten Mal wieder dabei, wenn wir euch einen neuen Fall präsentieren.
00:20:59: Natürlich freuen wir uns über Kommentare, Likes und Shares und großzügige fünf Sterne-Bewertungen in den Podcast-Apps.
00:21:07: Am Ende bleibt uns nur noch zu sagen, passt auf euch auf.
00:21:11: Man weiß nie, wer da draußen wartet.
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